Meine lieben Brautpaare,

eeeeeigentlich wollte ich euch in den nächsten Tagen und Wochen mit fröhlichen Worten anschreiben, mit euch die letzten Details bereden und mich mit euch auf die nahenden Hochzeiten freuen.

Die aktuelle Lage macht uns da aber einen dicken und fetten Strich durch die Rechnung, sie ist -schlicht und ergreifend- „großer Mist“. Mit Verlaub, mir fällt leider kein schöneres Wort dafür ein.

Auf so viele ausgelassene und fröhliche Hochzeiten im Frühjahr habe ich mich mit euch gemeinsam gefreut. Wir haben viel geplant, gequatscht und vorbereitet und ihr habt selbst sehr viel Zeit, Liebe und auch Geld in die Planung hineingesteckt. Ich weiß leider ganz genau, wie sehr die Situation, in der ihr euch befindet, kribbelig macht und an euren Nerven zehrt. Unsere eigene Hochzeit haben wir für den 02. Mai geplant und mit Blick auf städtische Erlasse und Regelungen wird mir ganz anders und mulmig.

Um euch aber ein wenig Planungssicherheit zu geben und auch noch mal einen genauen und klaren Überblick zu schaffen, habe ich euch ein paar Fragen beantwortet, die gerade in meinem eigenen Kopf umherschwirren und auch euch als Brautpaare betreffen könnten:

 

Was passiert mit unserer Terminreservierungsgebühr, die wir bereits überwiesen haben?

·        Eure Hochzeit wurde gesetzlich verboten

o   Wir finden einen anderen, gemeinsamen Termin im Jahr 2020

§  100% der TRG werden angerechnet

o   Wir finden einen anderen, gemeinsamen Termin im Jahr 2021

§  100% der TRG werden angerechnet

o   Wir finden keinen neuen, gemeinsamen Termin im Jahr 2020 oder 2021

§  100% der TRG werden euch zurückerstattet

·        Ihr möchtet die Hochzeit lieber verschieben, aber eine gesetzliche Pflicht dazu gibt es nicht

Üblicherweise wird in diesem Fall die TRG von mir komplett einbehalten (das könnt ihr auch in den vertraglichen Regelungen nachlesen), solange ich dieses Datum nicht mindestens gleichwertig erneut verbuchen kann. Da ich aber selbst in dieser Situation bin und unsere Mai-Hochzeit auf sehr, sehr wackeligen Füßen steht, komme ich euch gerne mit den folgenden Regelungen entgegen:

Eure Hochzeit läge vor dem 31.05.2020

o   Wir finden einen anderen, gemeinsamen Termin im Jahr 2020

§  100% der TRG werden angerechnet

o   Wir finden einen anderen, gemeinsamen Termin im Jahr 2021

§  50% der TRG werden angerechnet

o   Wir finden keinen neuen, gemeinsamen Termin im Jahr 2020 oder 2021

§  0% der TRG werden euch erstattet

  

Eure Hochzeit läge nach dem 30.05.2020

o   Wir finden einen anderen, gemeinsamen Termin im Jahr 2020

§  50% der TRG werden angerechnet

o   Wir finden keinen neuen, gemeinsamen Termin im Jahr 2020

§  0% der TRG werden euch erstattet

 

Was, wenn nur die standesamtliche Trauung / der Gottesdienst strenge Auflagen bekommt?

Sollte die Menge der Personen reduziert werden müssen, ist es natürlich toll, wenn ihr mich mit einplant. So kann ich für die lieben Menschen, die nicht dabei sein können, Bilder aufnehmen und sie alle können sie sich im Nachhinein anschauen.

Darf ich die Trauung nicht begleiten werde ich die Zeit eurer Trauung einfach an meine Begleitung hinten anhängen oder aber zuvor für ein Gettingready oder ein First-Look-Shooting mit euch nutzen. Natürlich können wir die Zeit der Trauung auch von der gebuchten Zeit abziehen und somit meine Einsatzzeit kürzen. Hierfür veranschlage ich für standesamtliche Trauungen 30 Minuten, für eine kirchliche Trauung 60 Minuten. Eure Rechnungen werde ich dementsprechend anpassen. All das besprechen wir aber vorab in Ruhe.

 

Sollten Feiern und Zusammenkünfte mit mehreren Personen gesetzlich verboten werden, können wir, wenn wir allein heiraten dennoch Paarfotos mit dir machen?

Ja. Natürlich. Über Art und Umfang sprechen wir einfach persönlich, falls dies relevant wird. Vorerst plane ich eure Hochzeitstage genauso ein, wie wir es besprochen haben.

 

Stellst du uns einen Ersatzfotografen, wenn du erkrankst oder in Quarantäne sein solltest?

Jein. Dies ist ein wichtiger Punkt, den wir immer im Vorgespräch bereden und zu dem es auch Infos in den Vertragsunterlagen gibt. Ich bemühe mich, euch eine Kollegin oder einen Kollegen zu eurer Hochzeit zu organisieren. Ich kann es euch nicht zu 100% versprechen. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass es in fast allen Fällen in meinem Netzwerk geklappt hat. Ob sich diese Erfahrung auch in einem Pandemie-Fall bewahrheitet, kann ich euch leider nicht sagen.

 

Vielen von euch bleibt sicher nur das Abwarten übrig. Andere entscheiden sich schnell, wieder anderen gibt der Gesetzgeber den Ton an. Ich möchte euch deshalb bitten, solltet ihr etwas ändern müssen oder wollen, mich zu kontaktieren, damit wir gemeinsam das Beste daraus machen können und eure Hochzeiten weiterhin eure Traumhochzeiten bleiben.

Als pragmatischer und vorerst immer positiv und optimistisch gestimmter Mensch, hoffe ich, wir alle können aus der vor uns liegenden, herausfordernden Zeit, das Beste machen, etwas für uns mitnehmen, lernen, Schönes erleben und uns dennoch weiter auf all die schönen Hochzeitsfeiern in diesem und dem nächsten Jahr freuen.

 

Ich gebe mein Bestes, den Kopf oben und fernab des Sands zu halten, für euch, eure Lieben, mich und meine Lieben gesund zu bleiben und positiv gestimmt in Richtung Zukunft zu schauen.

 


Bitte bleibt gesund, haltet euch an die hygienischen und schützenden Verhaltensregeln und freut euch auf einen unvergesslichen Hochzeitstag!

 

Stand dieses Textes: 17.03.2020